St. Martinskirche

Brunau

Kirche in Brunau Das kulturgeschichtlich und architektonisch wichtigste und auffälligste Bauwerk ist die St. Martinskirche. Sie wurde um 1200 im romanischen Stil aus Feldsteinen errichtet und erhielt später auf dem Querturm zwei unterschiedliche Turmhelme, einer rund und der andere achteckig, aus Backstein im gotischen Stil. Diesen Umstand schreibt die Legende zwei Töchtern des Geschlechts derer Alvensleben aus Plathe zu, die sich nicht über die Form des Turmhelms einigen konnten. Schließlich ließen sie sich je einen Turm errichten. Nach 1875 wurde die Kirche restauriert, Schiff und Chor im Stil der Neugotik neu erbaut und eine Orgel installiert. Aus der Frankenzeit stammt möglicherweise der Taufstein und aus dem 16. Jahrhundert die Figur des St. Martin zu Pferd mit Bettler neben dem Chor. Seit 2009 hat die Brunauer St. Martinskirche wieder Bronzeglocken statt der im zweiten Weltkrieg hergestellten Gußeisenglocken. Eine Gußeisenglocke wird zur Erinnerung vor der Kirche aufbewahrt. Wie der Turm zu den zwei Spitzen kam: In dem Buch “Altmärker Sagenschatz”, gesammelt vom Lehrerverband der Altmark, 1908 erschienen, stehen viele Geschichten über Brunau. Über das Dorf Brunau mit seiner einzigartigen Kirche gibt es eine Sage zu berichten. Allerdings wurden in den Sagensammlungen gleich zwei verschiedene Versionen festgehalten. Über den Ursprung des Brunauer Kirchturms erzählt die Sage folgendes: Vor vielen Jahren wohnten in dem benachbarten Dörfchen Plathe zwei adlige fromme Gutsdamen, die weit und breit bekannt waren. Beide fassten den Entschluss, auch dem Dörfchen Brunau ihre Gunst durch den Bau einer Kirche zu zeigen. Bald entstand das geplannte Gotteshaus. Aus gewaltigen Feldsteinen wurde der massive Bau zusammengefügt. Bis über die Schalllöcher war der Bau bereits vollendet, als die Erbauerinnen in Meinungsverschiedenheiten gerieten, da die eine einen runden, die andere dagegen einen eckigen Turm zu bauen wünschte. Damit nun der Turm nicht unvollendet blieb, baute jede in ihrem Sinne weiter. So kam es, dass der Turm zwei Spitzen erhielt.

St. Martinskirche
Brunau
Kleine Dorfstraße 0
39624 Kalbe (Milde)

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