Bahnhof

Stendal

Der Bahnhof Stendal (inoffiziell auch: Stendal Hauptbahnhof) ist einer von drei Bahnhöfen der Stadt Stendal in Sachsen-Anhalt. Er ist ein wichtiger Eisenbahnknoten für Züge des Regionalverkehrs und wird auch von Intercity- und Intercity-Express-Zügen regelmäßig bedient. Bis zum Winterfahrplan 2012 wurde der Bahnhof Stendal ausschließlich von Zügen der Deutschen Bahn angefahren. Seit Dezember 2012 fährt auch die Ostdeutsche Eisenbahn (ODEG) den Bahnhof mit ihren Zügen an. Am 7. Juli 1849 erhielt die Stadt Stendal ihren ersten Eisenbahnanschluss, als die Magdeburg-Wittenbergesche Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnstrecke Magdeburg–Wittenberge eröffnete. Diese führte am östlichen Ortsrand entlang, wo sich zunächst auch der Bahnhof befand. Im Zuge der Bauarbeiten für die Bahnstrecke Stendal–Uelzen und die Berlin-Lehrter Eisenbahn um 1870 musste der Bahnhof jedoch an den Südrand der Stadt verlegt werden, um den Reisenden einen Umstieg zwischen den drei Strecken zu ermöglichen. Die Magdeburg-Wittenbergesche Bahn wurde ebenfalls verlegt, um an den neuen Bahnhof angeschlossen zu werden und umfährt die Stadt seitdem im Westen. Zwischen 1869 und 1871 entstand auch das heutige Empfangsgebäude. Im April 1886 erhielt der Bahnhof Anschluss an die Stendal-Tangermünder Eisenbahn. Im Juni 1892 wurde eine Straßenbahnverbindung zwischen dem Bahnhofsvorplatz und dem Uenglinger Tor eröffnet; im Oktober 1909 kam eine weitere hinzu, die ebenfalls zum Uenglinger Tor, von dort aber weiter zum damaligen Ostbahnhof führte. Beide Straßenbahnstrecken wurden im Oktober 1926 stillgelegt und durch eine Omnibusverbindung ersetzt. Im Herbst 1908 wurde der Bahnhof mit der Kleinbahn Stendal–Arendsee verbunden, im Mai 1914 auch mit der Kleinbahn Stendal–Arneburg, nachdem diese von Meterspur auf Normalspur umgebaut worden war. Die Strecke nach Arendsee wurde zwischen 1978 und 1995 schrittweise stillgelegt. Auf der Strecke nach Arneburg endete der gesamte Bahnbetrieb im Oktober 1972. Ab Januar 1977 endeten auch die Züge der neuen Bahnstrecke Stendal–Niedergörne im Bahnhof, die Strecke war als Anbindung für das nie fertiggestellte Kernkraftwerk Stendal vorgesehen. Seit der Aufgabe des Personenverkehrs Ende 1995 wird diese Strecke nur noch von Güterzügen befahren. 1984 erhielt Stendal mit der Elektrifizierung der Strecke nach Magdeburg Anschluss an das elektrische Eisenbahnnetz. Zwischen 1994 und 1998 wurde parallel zur Berlin-Lehrter Bahn die Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin gebaut. Entgegen dem Wunsch der Stadt wurde dabei auch eine südliche Umfahrung Stendals geschaffen, die bis heute von den meisten auf der Strecke verkehrenden Fernzügen genutzt wird. Trotzdem hielt am 27. September 1998 der erste ICE im Stendaler Bahnhof. Im Januar 2015 wurde die Personenunterführung zur Südseite verlängert. Es war geplant, ab 2016 die Mittelbahnsteige zu erneuern und Aufzüge zu bauen, sodass der Bahnhof barrierefrei wird. Dafür sollten insgesamt 5 Millionen Euro investiert werden. Der Baubeginn verzögert sich allerdings bis 2019, sodass mit einer Fertigstellung erst 2021 zu rechnen ist.

Bahnhof
Stendal
Bahnhofstraße 34
39576 Hansestadt Stendal

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