Marienkirche

Gardelegen


Die Marienkirche ist die Hauptkirche der Stadt Gardelegen im Norden Sachsen-Anhalts. Sie wird der Backsteingotik zugerechnet und ist Maria geweiht, der Mutter Jesu.



Um 1200 entstand an der Stelle der heutigen Marienkirche eine kleinere, romanische Kirche, die im 13. Jahrhundert zu einer fünfschiffigen Hallenkirche mit quadratischem Westturm ausgebaut wurde. Der Bau eines Querhauses wurde abgebrochen. Vermutlich nach einem Stadtbrand 1306 wurde der dreijochige Langchor mit Fünfachtelschluss gebaut. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Hauptschiff erhöht und mit Gewölben versehen. Auf der Südseite des Chors entstand eine Sakristei. Bartholomaeus Rieseberg, ein Schüler Martin Luthers, wirkte ab 1539 an der Kirche und führte die Reformation in der Altmark ein. Die Marienkirche wurde zur Hauptkirche der Stadt. Auf der Nordseite entstand 1558 die zweigeschossige Marienkapelle im Renaissance-Stil mit prachtvoller Brautpforte. An Christi Himmelfahrt 1658 stürzte während des Gottesdienstes ein großer Teil des Turmes ein und beschädigte dabei das Dach und das Kircheninnere; 22 Menschen starben. Der Rest des Turms folgte sieben Wochen später.[1] Anschließend mussten Pfeiler und Gewölbe des Langhauses erneuert werden; bis 1691 wurde der Turm wiederaufgebaut und um ein weiteres Geschoss sowie eine barocke Haube mit doppelter Laterne ergänzt.



1945 nahm die Kirche zahlreiche Ausstattungsgegenstände der kriegszerstörten Gardelegener Nikolaikirche auf. 1973 wurde in der Südapsis ein aus verschiedenen Teilen gefertigter Vesperaltar aufgestellt. 1983 wurde das Kircheninnere renoviert, ab 1991 wurden Dach und Mauerwerk renoviert und die Glocken erneuert.


Marienkirche
Gardelegen
Marienkirchplatz 5
39638 Hansestadt Gardelegen

Nächste Events

Hier findest Du uns

Marienkirche
Gardelegen
Marienkirchplatz 5
39638 Hansestadt Gardelegen