Heilkunst im Mittelalter

Altmärkisches Museum Stendal
Stendal
So, 04.10.2020 - Mo, 30.11.2020
Uhrzeit siehe Beschreibung

Geschröpft und zur Ader gelassen – Heilkunst im Mittelalter
Die Medizin des Mittelalters scheint uns heute sehr fremd. Aderlass, Schröpfen und das Kauterisieren (Brennen) waren beliebte Heilmethoden. Von Mikrobiologie, von Viren oder Bakterien hatte man noch keine Vorstellung. Man nahm an, Krankheiten würden über die Luft, durch sogenannte schädliche Miasmen, verbreitet. Für ihre Diagnosen beriefen sich die Heilkundigen auf die Harnschau, der Urin wurde dabei nach Farbe, Geruch und sogar Geschmack beurteilt.
Die antike Philosophie der „Viersäftelehre“ lag den mittelalterlichen Vorstellungen zur Heilkunst zugrunde. Während die Klostermedizin sich systematisch mit der Wirkung von Heilkräutern beschäftigte, von denen viele heute noch verwendet werden, trieben auf Märkten Scharlatane und Quacksalber ihr Unwesen. Verheerenden Seuchen wie der Pest stand man hilflos gegenüber, denn Ursachen und Übertragungswege waren unbekannt. Kräuterfrauen und Hebammen spielten eine bedeutende Rolle in der Volksmedizin, doch wurde ihr Wissen nicht schriftlich überliefert.
Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Sie berichtet von Badern, Feldschern und Barbieren, von magischen Heilmitteln wie dem Theriak und der „Dreckapotheke“, von den mittelalterlichen Hospitälern und weit verbreiteten Krankheiten wie dem Antoniusfeuer und der Lepra.

Altmärkisches Museum Stendal
Stendal
Schadewachten 48
39576 Hansestadt Stendal
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So, 04.10.2020 - Mo, 30.11.2020

Di - Fr von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr

So u. Feiertag 13 bis 17 Uhr

Kostenpflichtiges Angebot

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Altmärkisches Museum Stendal
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Schadewachten 48
39576 Hansestadt Stendal

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